Der jüngste Spross der Könige der Wälder heißt „Quandor“

Riesige Resonanz auf Wisent-Namenswettbewerb

Der erste Wittgensteiner Jungbulle „hört“ künftig auf den Namen Quandor.

Bad Berleburg, 27. Juli 2012: Die Wisent-Freunde haben ihr Urteil gefällt. Das jüngste Mitglied der Bad Berleburger Wisent-Familie hört künftig auf den Namen Quandor. Das Kälbchen war am 22. Juni im Wisent-Wald geboren worden. Zwei Wochen lang konnten sich Interessierte an der Namensgebung im Internet beteiligen. „Quandor“ machte schließlich das Rennen mit großem Vorsprung.

Für die Abstimmung hatte der Trägerverein des Wisent-Projektes 15 Namen vorgeschlagen. Die Namensgebung stieß auf eine riesig große Resonanz. Denn insgesamt wurden knapp 4.700 Stimmen abgegeben. Auf Quandor entfielen mehr als 1.500 Voten, der zweitplatzierte Name „Quercus“ konnte immerhin noch rund 1.000 Stimmen auf sich vereinigen.

Quandor ist das achte Mitglied der Herde im Wisent-Wald. Diese soll im kommenden Winter – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung – in einem 4.300 Hektar großen Wald freigesetzt werden. Wanderer werden diese Herde wegen der geringen Anzahl der Tiere und ihrem menschenscheuen Verhalten praktisch nicht zu Gesicht bekommen. Deshalb entsteht zurzeit die „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“. Dort können Besucher in Kürze eine zweite Herde aus nächster Nähe erleben. Diese zweite Herde bildet den „touristischen Arm“ des Artenschutzprojektes.