Homeschooling in der Wisent-Wildnis

Homeschooling für die beiden Wisent-Jungs Quill und Quandro. Allerdings ohne Eltern, Studienräte und allerlei technischen Krimskrams. Das kommt einem Wisent nicht in die (Schul)Tüte.

Da gilt ein ganz anderer Trainingsplan. Denn Übung muss sein, auch für die mächtigen braunen Kerle. Ort des Geschehens: die Fanganlage im Besucherareal „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“.

Die ist dort im Herbst vergangenen Jahres errichtet worden. Wesentlich finanziert vom strategischen Partner des Wisent-Vereins, dem Naturfund mit Sitz in Wiesbaden und mit dessen tatkräftiger handwerklicher Unterstützung vor Ort.

Die Fanganlage dient dazu, Wisente bei tiermedizinischen Eingriffen sowie bei Vorbereitungen und Durchführungen sowie bei der Logistik von Tiertransporten bestmöglich behandeln und betreuen zu können.

Deshalb führen die beiden Wisent-Ranger Henrik Trapp und Henrik Brinkschulte die Tiere immer mal wieder an die Anlage heran – gelockt mit leckeren Kastanien –, damit bis zu einem möglichen „Ernstfall“ schon mal eine Gewöhnung an das ungewohnte Teil eingetreten eingesetzt hat.

Aber, nun ja: Auch bei den Wisenten ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Denn so richtig verstanden haben sie das Prinzip noch nicht. Die Lehrer – äh Ranger – werden daher weiterhin fleißig mit den Wisenten üben müssen.