Neugeborenes Wisent-Kalb entwickelt sich prächtig

Es hört auf den Namen Quick / Rückkehr in die „Wisent-Wildnis“ für Ende August geplant

Bad Berleburg, 9. August 2013. Lange Zeit lieferten sich die Vorschläge Quick und Quax ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende setzte sich Quick durch: Das am 16. Juli 2013 in der „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ geborene männliche Kälbchen heißt daher Quick. Fast 70.000 Besucher dieser Internetseite haben dies mit ihrem Online-Voting jetzt so entscheiden.

„Das außergewöhnlich große Interesse an unserem Online-Voting hat uns einerseits sehr überrascht. Mit solch einem großen Interesse haben wir nicht gerechnet. Andererseits spricht dies aber auch zugleich für die ­Attraktivität des Wisent-Projekts“, unterstreicht der erste Vorsitzende des Wisent-Trägervereins, Bernd Fuhrmann. Dies sehe man auch an dem anhaltend großen Besucherinteresse in dem deutschlandweit einzigartigen Besucherareal.

In der „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ leben derzeit sechs Wisente auf rund 20 Hektar naturbelassener Fläche. Sie bietet u.a. mit einem Rundwanderweg ein außergewöhnliches Natur- und Tiererlebnis für die ganze Familie. Demnächst wird das spannende Angebot noch durch Quick bereichert. „Wenn alles nach Plan läuft“, erläutert Johannes Röhl vom Vorstand des Wisent-Vereins, „wird Quick hoffentlich schon Ende August in die Wildnis zurückkehren. Die Besucher können sich dann auf eine weitere Attraktion freuen.“

Derzeit lebt Quick noch im Stall von Wisent-Ranger Jochen Born. Der Jungbulle musste vorübergehend aus der Herde entnommen werden, da Mutter Gutelaune keine Milch gibt. Eine adäquate Ernährung wäre sonst nicht möglich. Im Stall von Rinderwirt und Wisent-Ranger Jochen Born ­erhält Quick derzeit viermal am Tag je zwei Liter Milch und gedeiht ­bestens. „Dem Kälbchen geht es prächtig. Es ist putzmunter und quietsch­fidel und erkundet neugierig seine Umgebung“, berichtet Jochen Born.

Auch Brüderchen Quattro war bereits im vergangenen Jahr von Jochen Born von Hand mit der Flasche aufgezogen worden und nach zwei Monaten in die „Wildnis“ zu seiner vierbeinigen Familie zurückgekehrt. So soll es im Prinzip auch mit Quick ­geschehen. Ähnlich wie bei Quattro, soll Quick ebenfalls nicht gleich direkt zur Herde gelassen werden. Der kleine Wisent wird deshalb für eine kurze Übergangsfrist einen eigenen abgetrennten Bereich haben, damit sich die Tiere erst einmal ­vorsichtig beschnuppern können und sich dann als Familie akzeptieren. Der Bereich wird für Besucher allerdings gut einsehbar sein.

Beim Namens-Voting standen insgesamt elf Vorschläge zur Verfügung. Sie wurden aus den zahlreichen Einsendungen vieler Menschen aus ganz Deutschland ausgewählt, die das Wisent-Büro regelmäßig erreichen. Laut dem internationalen Zuchtbuch, müssen alle in Wittgenstein geborenen Wisente einen Namen mit den Anfangsbuchstaben „Qu“ tragen.

Auf Quick und Quax entfielen zusammen rund 95 Prozent der abgegebenen Stimmen. ­Schließlich hatte Quick mit exakt 38.071 Voten und 55,53 Prozent der abgegebenen Stimmen die Wisent-Nase vorne. Quax landete mit 27.450 Stimmen und 40,04 Prozent auf Platz zwei.

Zurzeit leben in der „Wisent-Wildnis“ Bulle Horno, die Kühe Gutelaune, Fasel und Faye sowie die Jungtiere Quelle und Quattro. Und bald wird auch Quick dazu stoßen. Aber da sich die Wisente bisher als äußerst vermehrungsfreudig gezeigt haben, wird der Namensvorschlag Quax sicher bald wieder eine neue Chance bekommen.