„Wisent-Wildnis“ bereitet sich auf Wiedereröffnung vor

Vereins-Mitarbeiter arbeiten an einem Sicherheitskonzept

Bad Berleburg, 29. April 2020 Der Wisent-Verein bereitet sich auf die Wiedereröffnung des Besucherareals vor. Wie andere Einrichtungen, musste auch die „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ wegen der Coronavirus-Pandemie schließen. „Wir wissen zwar nicht, wann genau wir wieder öffnen dürfen, aber wir wollen vorbereitet sein“, unterstreicht Vereinsvorstand Klaus Brenner.

Deshalb sind Mitarbeiter des Vereins bereits vor Ort, um die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Denn, da ist sich Klaus Brenner gewiss, eine Wiederöffnung wird nur in Verbindung mit bestimmten Sicherheitsregeln stattfinden können. Und zu den wichtigsten zählt der Abstand zwischen den Besuchern.

Im gesamten Bereich werden daher bereits Hinweisschilder angebracht, die auf die Abstandsregeln aufmerksam machen. Diese gelten sowohl für den Bereich um den Ticketverkauf als auch im Wisent-Gelände selbst. Am Boden machen Abstandsmarkierungen die notwendige Distanz deutlich. Geprüft wird noch, ob eine spezielle Wegeführung im Bereich des Kassenhaus erforderlich ist

„Wir haben ideale Voraussetzungen für eine Wiedereröffnung“, betont Klaus Brenner. Denn das Besucherareal ist rund 20 Hektar groß – also so weitläufig, dass sich dort auch Hunderte Besucher sehr gut aus dem Weg gehen können. Eventuell wird die Zahl der Besucher begrenzt und gesteuert werden müssen. Mit welchen Modellen dies am besten gelingen kann, stimmt der Wisent-Verein gerade ab.

„Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ist ein Angebot wie die ,Wisent-Wildnis´ ein Highlight für Menschen, die seit Wochen vor allem in Ballungsgebieten auf engem Raum miteinander auskommen müssen“, erklärt Klaus Brenner. Die „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ ist ein Erlebnis für die ganze Familie, sie verbindet Naturgenuss mit einem einzigartigen Tiererlebnis. Klaus Brenner: „So kommen die Menschen an die frische Luft und können sich bewegen, das nützt auch der Gesundheit und baut Spannungen und Streß ab.“

Auch der Tourismus freut sich auf die Wiedereröffnung des Wisent-Besucherareals: „Die ,Wisent-Wildnis‘ ist ein bedeutender Faktor für den Tourismus“, sagte Geschäftsführer Andreas Bernshausen. “Die Wisente sind ein positiver Imagefaktor und ein Alleinstellungsmerkmal der gesamten Region.”

Jörg Sonneborn vom Dorfverein Aue-Wingeshausen berichtet: „Wir nutzen die Zeit der Krise, um den Wisent-Pfad in Schuss zu bringen. Bänke werden gestrichen, Wegezeichen erneuert und einiges mehr. Wir freuen uns auf die Zeit, wenn es wieder losgehen kann, wir – wie auch unsere Gastronomen – stehen in den Startlöchern. Wir unterstützen die Wisent- Wildnis in ihren Vorbereitungen, wo wir nur können.“

Und Holger Saßmannshausen, Vorstand des Jugendförderverein Bad Berleburg e.V. betont: „Es freut uns natürlich sehr, wenn die ,Wisent-Wildnis‘ mit dem durch uns unterstützten, tollen Naturerlebnisplatz zeitnah wieder geöffnet werden kann. Die heimischen Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien haben dann wieder eine attraktive Freiluft-Aktivität mehr, die allemal gesünder und vor allem auch lehrreicher ist als die Playstation in den eigenen vier Wänden.“

In der Zeit, in der die „Wisent-Wildnis“ geschlossen ist, bietet der Wisent-Verein auf seiner Internetseite (ww.wisent-welt.de) ein Video- und Fototagebuch seiner beiden Ranger Henrik Brinkschulte und Henrik Trapp an. Dort schildern die beiden Wisent-Ranger ihren Arbeitsalltag, berichten von den Tieren und erzählen Wissenswertes und interessante Geschichten. „Mit dem Foto- und Videotagebuch wollen wir die Zeit bis zur Wiedereröffnung überbrücken und die Menschen trotz Schließung am Leben der Wisente und den Aktivitäten des Vereins teilhaben lassen“, sagt Klaus Brenner. Die vielen positiven Reaktionen zeigten, dass dies bisher erfolgreich gewesen sei. Es ersetzt aber natürlich nicht den Besuch in der „Wisent-Wildnis“.