Zweites Kälbchen des Jahres in der „Wisent-Wildnis“ geboren

Siegener Zeitung übernimmt die Patenschaft und gestaltet den Namenswettbewerb

Bad Berleburg, 5. Juli 2016. Ende vergangener Woche war in der „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ mächtig was los. Mehrere Schulklassen waren dort unterwegs, ein Pressefotograf ebenso und auch schon die ersten Tagesgäste. Und mittendrin ein neues Kälbchen. Denn Wisent-Kuh Quelle ist in den frühen Morgenstunden des Donnerstags Mutter geworden. Damit ist in der „Wisent Wildnis“ in diesem Jahr jetzt das zweite Kälbchen auf die Welt gekommen. Es war anfangs etwas wackelig auf den Beinen. Deswegen wollten die Verantwortlichen vom Wisent-Verein erst mal abwarten, wie es sich entwickelt. Nun wirkt es munter und scheint über dem Berg zu sein.

„Wenn schon das Wetter in diesem Sommer nicht so richtig mitspielt, dann sorgen wenigsten die Wisente für immer wieder neue Attraktionen und Sonnenschein“, freut sich der erste Vorsitzende des Wisent-Vereins, Bernd Fuhrmann, über die Nachricht vom Nachwuchs in der Gruppe der imposanten Tiere. Diese ist damit auf neun eindrucksvolle Exemplare gewachsen. Bereits Anfang Mai hatte es in der „Wildnis“ mit Quinn einen Wisent-Neuling gegeben. Die Besucher wird es freuen. „Denn gerade die jungen Tiere und ihr Verhalten in der Gruppe geben doch immer wieder Anlass für ganz außergewöhnliche Beobachtungen“, sagt Bernd Fuhrmann.

Für den kleinen Neuankömmling übernimmt die Siegener Zeitung die Patenschaft. Denn es war ihr Fotograf, der ebenfalls schon früh auf den Wisent-Nachwuchs im Besucherareal gestoßen ist. Die Siegener Zeitung gestaltet deshalb dann auch gleich den Namenswettbewerb für die neue kleine Wisent-Dame.

Die Namen aller Tiere, die im Rothaargebirge geboren werden, müssen mit den Buchstaben „Qu“ beginnen. Das sieht das internationale Zuchtbuch so vor. Das ist kein leichtes Unterfangen bei immer mehr Tieren, die im Rothaargebirge geboren werden. Aber die vielen Einsendungen, Tipps und Vorschläge der vergangenen Jahre, die beim Wisent-Verein eingegangen sind, haben gezeigt: Die Menschen sind kreativ.

Das Wisent-Kälbchen, berichtet Ranger Jochen Born, muss in den frühen Morgenstunden des Donnerstags geboren worden sein. Mutter und Kind geht es augenscheinlich gut. Bereits früh am Morgen des Tages waren zwei geführte Besuchergruppen in der „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ unterwegs. Jakob Jacques, der bei der Wittgenstein-Berleburg’sche Rentkammer gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, traf gegen kurz nach 9 Uhr mit seiner Gruppe auf die Wisente. Er informierte einen Kunstkurs des städtischen Gymnasiums Bad Laasphe über das Wisent-Projekt. Da war das frisch angekommene Wisent-Mädchen offenkundig noch ganz wackelig auf den Beinen.

Rund eine Stunde später war dann Waldpädagoge und Mitarbeiter der Wittgenstein-Berleburg’schen Rentkammer Olaf Imhof mit 16 Schülern und dem Lehrer der Jahrgangsstufe 12 der Gesamtschule Eiserfeld im „Besucherareal“. Auch bei dieser waldpädagogischen Führung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das neue Kälbchen staunen. Das war nun schon deutlich sicherer und stabiler auf den Beinen und munter bei der Mutter am Trinken.

 

Foto: Quinn (li.), das Anfang Mai geborene Kälbchen, begrüßt den Neuankömmling